Urakaza neza! Herzlich willkommen!
So lautet die Begrüßung in der Muttersprache Kinyarwanda. Diese lernen die Kinder in Ruanda im Kindergarten, in der Volksschule und im Ausbildungszentrum. Zwei Studentinnen der PPH Augustinum, Magdalena Legat und Elisabeth Nader, haben in diesem ostafrikanischen Binnenland von 2. bis 28. Februar 2025 ein Praktikum absolviert. Dieses fand zwar im Rahmen von Erasmus+ statt, organisiert haben sich diesen Aufenthalt die beide Studentinnen jedoch selbst. Zurück an der Hochschule absolvieren sie derzeit das 6. Semester im Bachelorstudium Lehramt Primarstufe.
Im folgenden Bericht erzählen sie eindrucksvoll von ihren vielfältigen Erlebnissen und bereichern ihren Erfahrungsschatz mit sehenswerten Fotos. Danke, dass wir teilhaben dürfen.
Anfang Februar 2025 machten wir uns auf den Weg nach Ruanda, um dort unser Praktikum zu absolvieren. Unsere Einsatzstelle war die inklusive Schule APAX Muramba, die Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis etwa 22 Jahren Bildung und Ausbildung bietet. Hier haben sie die Möglichkeit, den Kindergarten und die Volksschule zu besuchen sowie eine Ausbildung zur Näher*in oder Weber*in zu absolvieren. Das zentrale Anliegen der Schule ist es, allen Kindern und Jugendlichen eine inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung zu ermöglichen. Dies zeigt sich sowohl im Unterricht als auch im Umgang miteinander. Die Klassen werden inklusiv geführt: Kinder mit Beeinträchtigungen werden entsprechend ihrem Entwicklungsstand in die Regelklassen integriert, sobald sie dem Unterricht kognitiv folgen können.
Die Schule setzt stark auf Mehrsprachigkeit. In allen Bildungseinrichtungen wird die Muttersprache Kinyarwanda gelehrt. Bereits ab dem Kindergarten wird zusätzlich Französisch unterrichtet. Der Unterricht in der 1. und 2. Schulstufe erfolgt ausschließlich in Französisch. Ab der 1. Schulstufe kommt Englisch als zweite Fremdsprache hinzu, und ab der 3. Schulstufe wird ausschließlich in Englisch unterrichtet. Während unserer vier Wochen an der Schule unterrichteten wir in der 2. und 3. Schulstufe. Dort übernahmen wir den Englischunterricht (15 Stunden pro Woche) sowie den kombinierten Musik- und Zeichenunterricht (2 Stunden pro Woche) und den Sportunterricht (1 Stunde pro Woche). Zusätzlich gestalteten wir freitagnachmittags gemeinsam mit den anderen Lehrkräften ein Sportprogramm für alle Volksschulklassen (2 Stunden pro Woche).