Die diesjährige Herbsttagung zum Thema „Religionsunterricht in einer religiös pluralen Gesellschaft“bildete für rund 80 Religionslehrer*innen aus dem Pflichtschulbereich den (inoffiziellen) Auftakt in das Schuljahr 2026/27.
Katharina Limacher, Soziologin und Religionswissenschaftlerin an der Universität Wien, referierte am Vormittag zu diesem aktuellen Thema und gewährte Einblicke in ihre wissenschaftliche Tätigkeit. Sie fasste zentrale Forschungserkenntnisse zusammen und stellte Bezüge zum schulischen Alltag her.
Begleitet von Musikerinnen unter der Leitung von Kerstin Kreiner, die bereits mit den ersten Takten eine feierliche Atmosphäre schufen, gestaltete Slavko Thaler, geistlicher Assistent der Berufsgemeinschaft, mit einem Morgenlob den spirituellen Auftakt. Die Vizerektorin der PPH Augustinum, Renate Wieser, und Schulamtsdirektor Peter Allmaier richteten Grußworte an die Anwesenden.
Im Verkaufsraum unter den Arkaden waren Stände von Kirchenshop & Diözesanbibliothek, der Zeitschrift „Mein Regenbogen“ und Missio aufgebaut. Dort hatten die Teilnehmer*innen Gelegenheit, Fachliteratur und Materialien für den Religionsunterricht zu erwerben.
Die Kaffeejause am Vormittag mit frischem Gebäck aus der Stiftsbäckerei sowie das anschließende Mittagessen im Stiftsrestaurant boten Gelegenheit zur Stärkung, vor allem aber auch zur Begegnung und zum persönlichen Austausch.
Die diesjährige Herbsttagung bot zudem Raum für die Neuwahl der Berufsgemeinschaft der Religionslehrer*innen APS/FBS. Die langjährige Vorsitzende, Dorica Kazianka, berichtete über die vielfältigen Tätigkeiten der Berufsgemeinschaft und dankte für das ihr entgegengebrachte Vertrauen sowie die stets gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Nach erfolgter Wahl durfte sie das „Zepter“ an die neu gewählte Vorsitzende, Antonia Ressmann, übergeben.
Nach dem Mittagessen starteten die Workshops. Auch wenn die Ausführungen am Vormittag die Altersgruppe der Primarstufenschüler*innen weniger unmittelbar in den Blick nahmen, ließen sich daraus mögliche Entwicklungen für die Sekundarstufe ableiten und zugleich Perspektiven für die Zukunft erkennen. Umso praxisnäher gestaltete sich der Nachmittag in den drei Workshopgruppen. Der Blick auf religionsbezogene Vielfalt im Schulalltag, auf Rassismus und Extremismus sowie auf soziale Medien und christliche Inhalte zeigte eindrücklich, wie häufig und auf welch unterschiedliche Weise Kinder und Jugendliche im Alltag mit religiöser Pluralität in Berührung kommen.
Die gemeinsame Gottesdienstfeier mit Diözesanbischof Josef Marketz und Stiftspfarrer Christian Stromberger bildete den feierlichen Abschluss der Tagung, musikalisch gestaltet von Kerstin Kreiner und ihrem Team. Dieser gemeinsame Abschluss wird vielen Teilnehmer*innen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.