Der Fachbereich Religion der PPH Augustinum versteht religiöse Bildung als zentrale Bildungsaufgabe und unverzichtbare Dimension allgemeiner Bildung in einer säkularen und pluralen Gesellschaft. Pluralität ernst zu nehmen, bedeutet aus Sicht des Fachbereichs, auch religiöse Differenz bildungsfähig zu machen. Vor diesem Hintergrund wird die Arbeit in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Forschung konsequent darauf ausgerichtet, religiöse Bildung so weiterzuentwickeln, dass sie sowohl innerkirchlich als auch pädagogisch, professionsbezogen und gesellschaftlich anschlussfähig bleibt. Ausgangspunkt ist dabei stets die schulische Praxis: Heterogene Lerngruppen, unterschiedliche religiöse sowie nicht-religiöse Sozialisationen und vielfältige weltanschauliche Hintergründe prägen den Unterrichtsalltag und bilden damit den Rahmen der Tätigkeit des Fachbereichs.
Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis
Zum Selbstverständnis des Fachbereichs gehört die Entwicklung und Erprobung innovativer Unterrichts- und Fortbildungsformate für die religionssensible Bildung im Elementar- und Primarbereich. Auch die Begleitung der Konzeption neuer Schulbücher mit Kooperationspartner*innen wie der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz sowie die Herausgabe der religionspädagogischen Zeitschrift „reli+plus“ sichern den Theorie-Praxis-Transfer. Im Bereich der Forschung liegt mit dem Projekt „Innovationslabor Religionsunterricht“ ein aktueller Fokus auf konfessionell-kooperativen Formen des Religionsunterrichts. Zu den Forschungsprojekten mit anderen Hochschulen zählen etwa die Jugendstudie Lebenswelten und die Veränderungen von Religion und Kirche in der Gesellschaft. Ergänzend zu den vielseitigen Aktivitäten in der Steiermark rückt der Standort Kärnten die historischen und aktuellen Aspekte von Zweisprachigkeit sowie das Minderheitenschulwesen ins Zentrum wissenschaftlicher Bearbeitung.