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Gruppenbild: 3 Preisträger*innen mit Veranstalter*innen im Seminarraum

Förderpreis Religion 2026: Junge Perspektiven auf Religion und Gesellschaft

Mit dem Förderpreis Religion zeichnet das Regionale Fachdidaktikzentrum Religion (RFDZ) seit 2018 hervorragende Maturaarbeiten aus der Steiermark aus. Die elf heuer eingereichten Arbeiten zeigten einmal mehr eindrucksvoll die thematische Breite und inhaltliche Tiefe religiöser Bildung an der Schule.

Den ersten Preis gewann Martha d’Amelj vom BRG Petersgasse in Graz mit ihrer engagierten Arbeit „Zwischen Emanzipation und Tradition: Wie die Frauenbilder von Christentum, Islam und Baha’i-Religion den Fortschritt der Frau beeinflussen“. Sie diskutiert den spannungsreichen historischen und gegenwärtigen Einfluss von Religion auf Frauen und zeigt auf, wie Religionen Gleichberechtigung sowohl fördern wie auch hemmen können.

Den zweiten Platz belegte Solveig-Berger-Joham (Stiftsgymnasium Admont), die sich mit dem Dialog zwischen Naturwissenschaften und Religion mit Blick auf Urknall und Schöpfung auseinandersetzte. In der drittplatzierten Arbeit erforschte Johanna Häusler (BG/BRG/BORG Kapfenberg) Ursprünge und gegenwärtige Formen des Stainacher Glöcklerlaufs, eines Brauchtums der letzten Raunacht.

Weitere eingereichte Arbeiten setzten sich mit der Baha’i-Religion, Trauerbegleitung und Seelsorge, dem Konzil von Chalzedon, Himmelsvorstellungen, Ärzte ohne Grenzen, der Wallfahrt nach Mariazell und der orthodoxen Slava-Tradition auseinander. Eine Diplomarbeit der HLW Lipizzanerheimat dokumentierte und reflektierte ein umfassendes Projekt zur Förderung und Weiterentwicklung der „FairTeiler“-Aktion der Pfarre Voitsberg.

Im Zusammenwirken von Katholisch-Theologischer Fakultät der Universität Graz, der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum und dem Bischöflichen Schulamt der Diözese wurde der „Förderpreis Religion“ heuer bereits zum neunten Mal vergeben. Alle eingereichten Arbeiten wurden im Rahmen der Preisverleihung in bewährter Weise vom Vorsitzenden des RFDZ, Christian Feichtinger (Universität Graz), dem Publikum vorgestellt und gewürdigt.

Univ.-Prof. Wolfgang Weirer von der Universität Graz betonte in der Eröffnung der Feier, dass die vielfältigen Arbeiten zeigen, dass Religion auch heute von hoher gesellschaftlicher und persönlicher Relevanz ist. Daher sei es wichtig, dass Religion im schulischen Kontext vorkommt und Teil schulischer Bildung ist, gerade in einer Zeit der zunehmenden gesellschaftlichen und politischen Instrumentalisierung religiöser Traditionen.

Förderpreis Religion: Arbeiten zeigen Vielfalt religiöser Bildung
(kathpress, Katholische Presseagentur Österreich)

Bilderreigen: © Gerd Neuhold | Sonntagsblatt

Christian Feichtinger
Vorsitzender des regionalen Fachdidaktikzentrums Religion
Universität Graz