Erstmals organisierte die Niederländische Jenaplan-Vereinigung eine umfassende internationale Online-Konferenz für Jenaplan-Lehrpersonen, Schulleiter*innen sowie alle, die das Jenaplan-Konzept leben und weiterentwickeln möchten.
Die Konferenz war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht: 100 Teilnehmende aus 12 Ländern und vier Kontinenten beteiligten sich am internationalen Austausch. Referent*innen aus Österreich, Japan, Taiwan, Deutschland, der Tschechischen Republik, Belgien und den Niederlanden gestalteten ein vielfältiges Programm, dessen Arbeitssprache Englisch war.
Die Keynote hielt Dr.in Susanne Herker, bildungswissenschaftliche Leitung der Jenaplan-Pädagogik in Österreich (PPH Augustinum) unter dem Titel „Pedagogy as a Moral Compass“. In ihrem Vortrag spannte sie einen klaren Bogen zwischen den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und der Verantwortung von Pädagog*innen. Globale Krisen, digitale Entwicklungen, unpersönliche Kommunikations(un)kultur und wachsende kulturelle Vielfalt stehen dabei den zentralen Zukunftskompetenzen wie WHO-Skills, Global Goals, Resilienzförderung und globaler Orientierung gegenüber. Sie machte deutlich, dass die Stärke der Jenaplan-Pädagogik in ihren Leitlinien, Strukturelementen und dem daraus entstehenden Gestaltungsfreiraum liegt: Partizipation, Themenorientierung, Verantwortungsübertragung, authentische Kommunikation und gemeinschaftliches Lernen sind entscheidende Faktoren für das 21. Jahrhundert.