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Dekorativbild: bunte Post-it an der Tafel zum Thema Diversity Day 2026

Zwischen Algorithmus und Haltung: Diversity Day 2026 an der PPH Augustinum

Am 2. Juni 2026 fand bereits zum 4. Mal der Diversity Day der PPH Augustinum statt – organisiert vom Team der Koordinationsstelle für Diversität & Inklusive Hochschulentwicklung gemeinsam mit dem Institut für Primarstufe, Elementarpädagogik und Inklusion. Die Studierenden des achten Semesters des Bachelorstudiums Lehramt Primarstufe verbrachten den Nachmittag gemeinsam mit externen Expert*innen und setzten sich intensiv mit zentralen Fragen rund um Diskriminierung, digitale Räume und Gewaltprävention auseinander. Der Fokus lag in diesem Jahr auf der Rolle digitaler Räume in extremistischen, sexistischen und rassistischen Bewegungen und wie Schule und Pädagogik präventiv wirken können.

Keynote: Digitale Radikalisierung

Den inhaltlichen Mittelpunkt des Nachmittags bildete die Keynote von Elli Scambor mit dem Titel „Incels, Tradwifes und Pickup-Communities – Digital Spaces als radikalisierende Resonanzräume". Elli Scambor ist Soziologin, Pädagogin und Geschlechterforscherin. Sie leitet das Institut für Männer- und Geschlechterforschung in Graz und koordiniert nationale und internationale Studien zu Themen wie Caring Masculinities, sexualisierte Gewalt, Männlichkeit und Migration. In ihrer Keynote beleuchtete sie, wie digitale Plattformen als Resonanzräume für antifeministische und extremistische Communitys wirken und welche Rolle Pädagogik dabei spielen kann, junge Menschen zu stärken und zu sensibilisieren.

Workshops: Von Algorithmen bis Rassismus

In zwei Workshop-Runden hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich in Kleingruppen intensiv mit einem vielfältigen Themenspektrum auseinanderzusetzen:

Veronika Suppan (Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark) lud ein zur kritischen Auseinandersetzung mit sexistischen und antifeministischen Narrativen im digitalen Raum: Zwischen Algorithmus und Rollenbild: Antifeministische Narrative erkennen und entkräften. Dabei analysierten die Studierenden verbreitete Diskurse, übten argumentatives Entkräften und entwickelten Ansätze für einen reflektierten Umgang im schulischen Kontext.

Catcalls of Graz (Verein zur anti-sexistischen Bewusstseinsbildung) widmeten sich dem Thema Sexismus erkennen und benennen – Bewusstsein schaffen im (Schul-)Alltag: vom Wahrnehmen sexistischer Strukturen und Grenzüberschreitungen bis zur eigenen Rolle als Multiplikator*in.

Hazissa (Fachstelle für Prävention gegen (sexueller) Gewalt) stellte anhand inklusiver Materialien vier Themenbereiche Sexueller Bildung vor und zeigte, wie Prävention konkret in den Unterricht einfließen kann.

Die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus befasste sich mit Anti-Rassismus- und Anti-Bias-Arbeit im pädagogischen Kontext, Prävention von Mobbing und Extremismus in Sozialen Medien sowie Antidiskriminierung und friedlichem Zusammenleben.

Was bleibt? Stimmen der Studierenden

Auf Kärtchen hielten die Studierenden am Ende des Tages fest, was sie mitnehmen: „Bewusstsein schaffen", „neue Sichtweisen", „andere Perspektiven bekommen", „AWARENESS SCHAFFEN!", „praxisnah", „Ideen für die Praxis",„vielfältig und spannend", „informativ, praktisch, neue Impulse" – die bunten Post-its zeigen, dass der Tag Denkanstöße hinterlassen hat, die über den Hörsaal hinausreichen.

Im nächsten Jahr wird die Gruppe der Teilnehmer*innen um die Studierenden des 6. Semesters erweitert – wir freuen uns bereits jetzt auf einen mindestens genauso spannenden Diversity Day 2027!

Das Team der Koordinationsstelle für Diversität & Inklusive Hochschulentwicklung:
Andrea Mayr, Elisabeth Sturm, Gabriele Hörl, Katharina Maitz, Martina Kalcher & Sarah Kulmer

Katharina Maitz