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Resonanzräume für junge Menschen und digitale Herausforderungen – Fortbildungen für AHS/BMHS-Religionslehrer*innen

Die zwei ganztägigen AHS/BMHS-Fortbildungsveranstaltungen im Frühjahr 2026 widmeten sich aktuellen Herausforderungen von Schule, Gesellschaft und Kirche. Dabei standen sowohl die Ermöglichung von Resonanzräumen in Schule und Kirche als auch ethische Fragen im Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz im Fokus.

Beim Studientag der ARGE West am 25. März 2026 im Kloster Wernberg beschäftigten sich die Teilnehmer*innen mit dem Thema „Pastorale Innovation und Resonanzräume in der Kirche – Leben in Fülle“. Der Referent Dr. Ernst Wageneder, Schulseelsorger am Privatgymnasium Borromäum in Salzburg, sprach von Resonanzräumen im Klassenraum, von den Grundlagen, wie diese bewusst oder unbewusst, gezielt oder zufällig entstehen können und wie man sie in die Erzählgemeinschaft des Alltags von Schüler*innen transformieren kann. Settings wie Gesprächsoasen, Schulpastoral oder Religionsunterricht können solche Resonanzräume für junge Menschen ermöglichen. Resonanzräume sind breit gefasst, zugleich individuell spezifiziert und dehnen sich über die schulischen Alltagssituationen in die restliche Wahrnehmung der Lebenswirklichkeiten von Schüler*innen aus. Nicht zuletzt stellen Klassenräume geschützte Räume dar, wo betont auch Fehler gemacht werden dürfen.

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Thomas Gremsl, Dr. Ernst Wageneder

Die Frühjahrstagung der AHS/BMHS-Religionslehrer*innen am 16. April 2026 im Bildungshaus Sodalitas in Tainach/Tinje stand unter dem Leitthema „Ethik als Herausforderung in Zeiten der Digitalisierung und der KI“. Univ.-Prof. Dr. Thomas Gremsl, Sozialethiker an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz, führte vor dem anwesenden Diözesanbischof, dem Schulamtsdirektor, dem Fachinspektor sowie den Religionslehrer*innen aus, wie stark digitale Technologien unseren Alltag prägen, zeichnete die Anfänge der fortschreitenden Digitalisierung nach und beleuchtete aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Dabei ging er insbesondere auf die zunehmende Übernahme von Aufgaben durch „Künstliche Intelligenz“ (KI) ein, die nicht nur bestehende Beschäftigungsverhältnisse unter Druck setzt, sondern durch sogenannte „Halluzinationen“ auch Falschinformationen erzeugt, welche erst als solche erkannt werden müssen.

Bericht und Fotos: Martin Dovjak