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Ökumenischer Stadtspaziergang durch Villachs Vergangenheit

Im Rahmen der Seminarreihe „Ökumenische Stadtspaziergänge“ wurde diesmal die Stadt Villach erkundet, die bis heute von sichtbaren Spuren der katholischen wie der evangelischen Vergangenheit geprägt ist. Unter der fachkundigen Führung durch die Leiterin des Diözesanarchivs Mag. Veronika Polloczek und den evangelischen Fachinspektor und Historiker DDr. Alexander Bach machten wir uns auf einen lehrreichen Rundgang.

Den Ausgangspunkt bildete die Nikolaikirche, die gewissermaßen das katholische Pendant zur evangelischen Stadtpfarrkirche darstellt – beide entstanden im neugotischen Stil um die Wende zum 20. Jahrhundert.

Die Stadtpfarrkirche St. Jakob wurde bereits 1525 der evangelischen Bürgerschaft übergeben und für einige Jahrzehnte wurden beide Formen des christlichen Glaubens nebeneinander gelebt: In der Kirche fanden katholische Messen ebenso statt wie evangelische Gottesdienste. Während der Gegenreformation wurde die Kirche rekatholisiert.

Im Stadtteil Perau besuchten wir mit der Heiligenkreuzkirche eine der bedeutendsten spätbarocken Wallfahrtskirchen Kärntens. Eine Wallfahrtslegende erzählt, dass 1708 an der Mauer eines benachbarten Hofes eine gemalte Kreuzigungsdarstellung auf wundersame Weise plastisch geworden sein soll. Um die Verehrung dieses Kreuzes ereigneten sich zahlreiche Heilungen. Von 1726 bis 1744 kam es zur Errichtung des heutigen Kirchenbaus.

Der Rundgang endete in der evangelischen Kirche im Stadtpark. Direkt im Kirchenraum befindet sich das Café „GL.U.ECK”, ein Ort der Gastfreundschaft, in dem die Teilnehmer*innen den Tag ausklingen lassen konnten.

Die Seminarreihe „Ökumenische Stadtspaziergänge” findet in Kooperation mit der KPH Wien/Niederösterreich statt.

Der nächste ökumenische Stadtspaziergang wird uns am 25. Mai 2027 in die ehemalige Herzogstadt St. Veit führen.
Link zur Anmeldung

Bericht und Bilderreigen: Monika Wornig