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Gruppenbild der Arbeitsgruppe auf der Wiese im Hof

Theologische Fakultäten und Pädagogische Hochschulen stärken Demokratie und Pluralität

Mit einer gemeinsamen Erklärung haben die Katholisch-Theologischen Fakultäten und Pädagogischen Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft in Österreich am 1. Juli 2026 ein deutliches Zeichen für Demokratie, Menschenwürde, Pluralität und Menschenrechte gesetzt. Sie wenden sich gegen rechtsautoritäre, rechtsextreme und christlich-nationalistische Tendenzen sowie gegen die Instrumentalisierung christlicher Symbole und Glaubensinhalte für antipluralistische und autoritäre Ideologien.

Die von einer Grazer Arbeitsgruppe initiierte Stellungnahme betont die besondere Verantwortung theologischer und kirchlicher Bildungsinstitutionen, demokratiepolitische Bildung zu stärken, kritisches Denken zu fördern und Studierende zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit religiösen und politischen Narrativen zu befähigen.

Wir wollen nicht erst dann sprechen, wenn sich Extremismus bereits verfestigt hat. Theologische und kirchliche Ausbildungsstätten haben auch einen präventiven Bildungsauftrag“, erklärt Prof. Katharina Pyschny, Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz.

Die Unterzeichner*innen rufen Verantwortungsträger*innen in Kirche, Politik, Wissenschaft und Bildung dazu auf, sich klar gegen christlich-nationalistische Gruppierungen mit rechtsextremen Ideologien zu positionieren und jeder Form von Diskriminierung, Antifeminismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von den Dekaninnen und Dekanen Prof. Klara Antonia Csiszar (KU Linz), Prof. Wilhelm Guggenberger (Innsbruck), Prof. Andrea Lehner-Hartmann (Wien), Prof. Katharina Pyschny (Graz) und Prof. Dietmar Winkler (Salzburg) sowie von den Rektorinnen und Rektoren Ulrike Greiner (KPH Wien/NÖ), Nikolaus Janovsky (KPH Edith Stein), Johannes Reitinger (Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz), Andrea Seel (Private Pädagogische Hochschule Augustinum) und Sabine Weisz (Private Pädagogische Hochschule Burgenland).

Die beteiligten Hochschulen verbinden die Stellungnahme mit dem Ziel, konkrete Maßnahmen für eine demokratiesensible (religiöse) Hochschulbildung zu entwickeln und an ihren Standorten umzusetzen.

Stellungnahme zu rechtsautoritären und rechtsextremen Gruppierungen (in Kirche und Gesellschaft) in Österreich

Berichterstattungen:
Theologische Fakultäten und Hochschulen setzen Zeichen gegen Rechts (KathPress)
Österreich: Unis und Hochschulen setzen Zeichen gegen Rechts (religion.ORF.at)
Ö1 live hören - Religion aktuell | ©ORF

Titelbild: © Karin Mandl | PPH Augustinum
v.l.n.r.: Repräsentant*innen der Grazer Arbeitsgruppe sowie der Gruppe der Unterzeichner*innen: Renate Wieser (PPH Augustinum), Angelika Magnes (PPH Augustinum), Sabine Weisz (PPH Burgenland), Nikolaus Janovsky (KPH Edith Stein), Andrea Seel (PPH Augustinum), Katharina Pyschny (Universität Graz), Anna Hollwöger (Diözese Graz-Seckau)

Gruppenbild der Arbeitsgruppe auf der Wiese im Hof
v.l.n.r.: Sabine Weisz (PPH Burgenland), Nikolaus Janovsky (KPH Edith Stein), Andrea Seel (PPH Augustinum), Katharina Pyschny (Universität Graz) | ©Karin Mandl, PPH Augustinum